Terrassenüberdachung nachträglich schließen: Glasschiebewände und Wintergarten
Festglas, Glasschiebewände, Guillotine-Glassystem oder ein vollständig geschlossener Wintergarten: die Stufen, in denen sich eine bestehende Überdachung schließen lässt.
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Eine offene Überdachung schützt vor Sonne und Regen von oben, nicht vor Wind, Zugluft und Kälte von der Seite. Wer die Fläche länger im Jahr nutzen will, schließt sie seitlich. Das geht in Stufen: vom einzelnen Festglaselement bis zum vollständig geschlossenen Wintergarten.
Die Elemente und was sie leisten
| Element | Was es leistet |
|---|---|
| Festglas | Feststehendes Seitenelement als Wind- und Sichtschutz. |
| Ganzglasschiebeanlage | Rahmenlose Schiebeelemente, die sich seitlich zusammenschieben lassen. |
| Guillotine-Glassystem | Vertikal fahrende Verglasung für Öffnungen, an denen seitlich kein Platz ist. |
| Keilfenster | Schließt den keilförmigen Rest zwischen Dach und schräger Wand. |
Die Elemente lassen sich einzeln kombinieren. Häufig wird zuerst die Wetterseite geschlossen und später die zweite Seite ergänzt. Möglich ist das, wenn die Konstruktion es zulässt.
Glasschiebewände: geschlossen, wenn es nötig ist
Glasschiebewände schließen die Überdachung an den Seiten, ohne sie dauerhaft zuzustellen. Geöffnet werden die Elemente seitlich zusammengeschoben und verschwinden aus dem Blickfeld; geschlossen halten sie Wind und Regen ab. Aus der Überdachung wird damit ein weitgehend geschützter Raum, der im Sommer wieder vollständig zu öffnen ist.
- Zum Öffnen werden die Elemente seitlich zusammengeschoben
- Wind- und Regenschutz ohne dauerhaften Sichtverlust
- Auch als Guillotine-Glassystem oder als Festverglasung ausführbar
Wenn seitlich kein Platz ist
Nicht jede Terrasse bietet die Fläche, auf der sich Schiebeelemente parken lassen, etwa dort, wo eine Wand, ein Erker oder ein Nachbargrundstück im Weg ist. Für solche Öffnungen gibt es das Guillotine-Glassystem: Die Verglasung fährt vertikal statt seitlich. Wo dauerhaft geschlossen bleiben darf, ist Festglas die ruhigere und einfachere Lösung.
Wintergarten: aus dem Freisitz wird ein Raum
Die letzte Stufe ist der Wintergarten. Er schließt die Terrasse vollständig und macht sie zu einem Raum, den Sie auch im Winter nutzen. Gebaut wird er als Aluminiumkonstruktion mit Glasschiebeanlagen oder Festverglasung. Bestehende Terrassenüberdachungen lassen sich in vielen Fällen nachträglich dazu ausbauen.
Was über die Nachrüstung entscheidet
Ob sich Ihre Anlage schließen lässt, hängt von der vorhandenen Konstruktion ab: von den Profilen, den Pfostenabständen und davon, wie die Anlage gegründet ist. Deshalb sehen wir uns eine bestehende Überdachung vor Ort an, bevor wir etwas zusagen. Planen Sie das Schließen schon beim Neubau der Überdachung mit, wird der spätere Ausbau einfacher, auch wenn er erst in einigen Jahren kommen soll.
Beleuchtung und Beschattung mitdenken
Eine geschlossene Fläche wird anders genutzt als eine offene: Sie wird abends benutzt und heizt sich bei Sonne stärker auf. In die Profile integrierte LED-Beleuchtung und eine Beschattung gehören deshalb in dieselbe Überlegung wie die Verglasung selbst. Für die Beschattung kommen Unterglas-, Aufdach- oder Senkrechtmarkisen infrage.
Und die Genehmigung?
Mit dem Schließen kann sich die baurechtliche Einordnung ändern. Ob und was in Ihrem Fall genehmigt werden muss, sagt Ihnen verbindlich allein die Bauaufsicht Ihrer Gemeinde. Wir liefern die Maße und die Beschreibung der geplanten Ausführung, mit denen Sie dort nachfragen können.